Polo

Polo ist eine Mannschaftssportart, bei der die auf Pferden reitenden vier Spieler pro Team einen Ball mit einem langen Holzschläger in das gegnerische Tor schlagen müssen. Jeder Spieler braucht im Wettkampf einen Polohelm mit optionalem Gesichtsschutz und mehrere Pferde zum Wechseln, um die Belastung für die Tiere erträglich zu gestalten.

Der anglo-indische Ausdruck Polo wird seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwendet. Er stammt aus der Sprache der Balti und bedeutet „Ball“

Der Spieler trägt zwingend vorgeschrieben einen Helm. Polohelme fallen breiter aus als klassische Reithelme, das hat aber rein ästhetische Gründe, weil der Polohelm seine Wurzeln in den Tropenhelmen der Kolonialzeit hat.

Entgegen der Legende stammt das kurzärmelige Polohemd – eine Erfindung der französischen Tennislegende René Lacoste – nicht aus dem Polosport, sondern aus dem Tennis und wurde erst nach 1933 sukzessive von anderen Sportarten wie dem Polo übernommen. Die Bezeichnung Polohemd als Synonym für ein kurzärmeliges T-Shirt aus Waffelpiqué mit gestricktem Kragen und Knopfleiste wurde erst in Folge einer entsprechenden Benennung und Bewerbung durch den amerikanischen Modeunternehmer Ralph Lauren ab 1972 allgemein üblich. Davor war der Begriff Polohemd bereits geläufig für das bis heute produzierte „Original Polo Button-Down Collar“ Hemd der Firma Brooks Brothers, heute allgemein als Button-Down Hemd bekannt. Im Jahr 1896 hat John E. Brooks diese Version eines langärmeligen Sporthemdes entwickelt, nachdem er britische Polospieler gesehen hatte, die die Kragen ihrer Hemden mit Sicherheitsnadeln gegen das Herumflattern sicherten. Ralph Lauren, der seine Karriere als Verkäufer bei Brooks Brothers begann, erwarb die „Polo“ Markenrechte später von diesen. Dessen Modemarke „Polo Ralph Lauren“ trägt zwar das Emblem eines Polospielers, fertigt aber keine spezielle Ausrüstung für den Polosport.

Wurden noch bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts klassische weiße Reithosen (oftmals in ihrer ausgestellten Form, „Breeches“) getragen, so sieht man heutzutage fast ausschließlich weiße Jeans, entweder normale Freizeitmodelle oder spezielle Varianten ohne Innennaht.

Gerne werden „Gaucho Belts“, Gürtel mit traditionellen argentinischen Webmustern, getragen.

Dick gepolsterte Lederknieschoner werden gegen Knieschläge verwendet.

Die typischerweise braunen und mit Reißverschluss ausgestatteten Polostiefel sind oft mit Sporen versehen.

Häufig tragen die Spieler spezielle Handschuhe mit verstärktem Rücken als Schutz gegen Schläge.

Ursprünglich für den Polospieler konstruiert ist das Uhrenmodell „Reverso“ des schweizerischen Herstellers Jaeger-LeCoultre. Die eigentliche Uhr kann in einer Führung so umgedreht werden, dass das – früher zerbrechliche – Uhrenglas nach innen zum Handgelenk des Trägers weist und so im sportlichen Einsatz gegen Beschädigung geschützt ist.
In Deutschland unangefochtener Marktführer für Turnier-Oberbekleidung ist der argentinische Hersteller La Martina. Schläger und Stiefel stammen oft von mittelständischen Handwerksbetrieben aus Argentinien.

[Quelle: Wikipedia.de]

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